Aggressiver Eierstockkrebs: Symptome oft unscheinbar – moderne Therapie macht markanten Unterschied, so Prof. Tanja Fehm
Shownotes
Das Ovarialkarzinom zählt zu den aggressivsten gynäkologischen Krebserkrankungen und wird häufig erst in einem fortgeschrittenen Stadium entdeckt, da frühe Symptome meist unspezifisch sind oder ganz fehlen. Umso wichtiger sind eine fundierte Aufklärung, moderne Diagnostik und individuell abgestimmte Therapiekonzepte.
In dieser Folge des PRIMO MEDICO Fachärzte-Talks spricht Prof. Dr. med. Tanja N. Fehm, Direktorin der Frauenklinik und Spezialistin für Gynäkologische Onkologie am Universitätsklinikum Düsseldorf, über die aktuellen Möglichkeiten in der Behandlung des Eierstockkrebses und erklärt, warum die Versorgung in einem spezialisierten Zentrum entscheidend für den Therapieerfolg sein kann.
Professor Fehm illustriert die Bedeutung genetischer Untersuchungen, insbesondere im Hinblick auf BRCA-Mutationen und andere erblich bedingte Risikofaktoren, und erklärt, warum diese Informationen heute einen wichtigen Einfluss auf die Wahl der Therapie haben. Die diversen Behandlungsmöglichkeiten sind Thema dieser Podcast-Episode.
Neben der operativen Tumorentfernung, die eine zentrale Rolle spielt, geht es um die Kombination mit Chemotherapie sowie den Einsatz zielgerichteter Medikamente wie PARP-Inhibitoren. Zudem werden aktuelle Entwicklungen in der personalisierten Onkologie sowie neue Therapieansätze vorgestellt, die die Prognose vieler Patientinnen in den vergangenen Jahren deutlich verbessert haben. Zudem gibt die Spezialistin für Frauenheilkunde Einblicke in die Nachsorge der Heilverfahren und erklärt, weshalb eine langfristige Begleitung inklusive der Versorgung möglicher Rückfälle ebenso wichtig sind wie die Ersttherapie. Dabei stehen nicht nur medizinische Aspekte im Mittelpunkt, sondern auch die Lebensqualität der Patientinnen und die enge Zusammenarbeit mit verschiedenen Fachdisziplinen.
Interview mit Moderatorin Viola Gräfenstein
Transkript anzeigen
00:00:01: Primo-Medikofachärztetok, der speziellesten Podcast Medizin für die Ohren.
00:00:09: Mit Viola Gräfenstein Heute widmen wir uns im Primo medikofacherztetalk einem Thema das oft unterschätzt wird und dennoch zu den gefährlichsten Krebserkrankungen bei Frauenzelt dem Ovarialkarzinom.
00:00:24: Gerade weil Eierstockkrebs lange Zeit kaum spezifische Beschwerden verursacht, wird er häufig erst spät erkannt mit entsprechend schwierigerer Behandlung und Prognose.
00:00:35: Umso wichtiger ist es über riesigen Symptome moderne Therapien und neue Entwicklungen in der Medizin zu sprechen!
00:00:42: Ich freue mich sehr heute Frau Prof.
00:00:44: Dr.
00:00:45: Tanja Fehm vom Universitätsklinikum Düsseldorf zu diesem Thema begrüßen zu dürfen.
00:00:50: Frau Prof.
00:00:51: Fehm, warum wird Eierstock Krebs häufig erst in einem fortgeschrittenem Stadion entdeckt?
00:00:56: Das große Problem beim Eierstockscraps ist es, dass es keine Frühsymptome gibt wie zum Beispiel Plotomen oder Schmerzen.
00:01:04: Das heißt das die Patienten häufig erst dann zum Arzt- oder Ärztin gehen wenn sie zb Bauchwasser haben oder Verdauungsprobleme haben und dann eben der Eier Stockscrapes in der Regel erst in einem sehr fortgeschrittenen Stadium dann diagnostiziert werden kann.
00:01:20: Beim Gebärmutterhalskrebs kann man zum Beispiel über den Gebär-Mutter-Halzabstrich feststellen, was nicht stimmt.
00:01:26: Beim Gebäermutterkrebs kommt sehr häufig zu vaginalen Plotungen als Frühsyntom und beim Eierstoffskrebs gibt es eben keine frühen Warnzeichen.
00:01:36: Diejenigen Eierstockskrebserkrankungen, die wir sehr früh erkennen sind meistens zufallsbefunde.
00:01:42: Dass zum Beispiel ein CT gemacht worden ist und man dann eben eine Auffälligkeit am Eierstock sieht oder dass der Gynäkologin einen vaginalen Ultraschall gemacht hat und eine Veränderung am Eirstock sieht.
00:01:55: aber so klassische frühe Warnzeichen gibt es leider nicht.
00:01:59: Warum werden die Symptome von Eierstoffkrebs häufig fehlinterpretiert?
00:02:04: Oder übersehen?
00:02:05: Genau, es ist so dass Eierstocks Gräb sich häufig über Bauchwasser bemerkbar macht.
00:02:11: Sprich das die Patientinnen angeben plötzlich an Gewicht zugenommen zu haben.
00:02:16: der Bauch ist ja dick.
00:02:17: Und dann ist die meistens der nächste Schritt zum Hausarzt zu gehen und eben das Bauchwasser abzuklären.
00:02:26: Dann ist der nächsten Schritt meistens, dass man das Bauchs Wasser punktiert und über Umwege vielleicht den Eierstockskrebs diagnostiziert.
00:02:34: Manchmal ist es auch so, dass Verdauungsprobleme auftreten weil der Tumor den Darm eben quetscht oder abkommt und dann die Patienten erst über die Chirurgie aufgenommen werden zur Abklärung der Darmproblematik, auch über Unwägen zu uns in die Gynäkologie kommen.
00:02:52: Und welche Risikofaktoren können die Entstehung eines Ovarialkarzinoms begünstigen?
00:02:58: Also wichtig ist zu wissen, dass ca.
00:03:01: fünf bis zehn Prozent aller Eierstockserkrankungen, Krebserkrankung genetisch bedingt sind durch die sogenannte BRC-I und II Mutation, die ja auch schon bekannt ist vom Mamakazinom.
00:03:13: Das heißt diese genetischen Veränderungen sind sowohl mit einem erhöhten Mama-Katzinomrisiko, aber eben auch Eierstockskrebsrisiko assoziiert.
00:03:23: Man erkennt so eine genetische Belastung in der Familie meistens dadurch, dass mehrere Familienmitglieder entweder Mütterlichseits oder Federlichseits eben gehäuft Brust und Eierstockskrebs aufgetreten ist.
00:03:36: Und wenn das in einer Familie auffällt sollte man sich dann immer an ein familiäres Brust- und Eirstockskrebszentrum wenden abzuklären ob möglicherweise eben so eine genetische Belastung besteht, weil man dann auch Anrecht hat auf präventive Maßnahmen.
00:03:52: Ansonsten gilt Eierstockscraps jetzt nicht klassischerweise als Lifestyle-Carsinom wie zum Beispiel bei Gebärmutagrebs, wo wir wissen dass die Adipositas ein Hauptrisikofaktor ist beim Eierstoxscrapes.
00:04:05: Es ist ebenso das es jetzt nicht klassische Risikofaktoren gibt, wo man sagt okay weil man jetzt eben eine ungesundene Lebensweise hatte ist der Eierstockscraps ausgelöst worden und es gibt auch keine viralen Geschichten wie zum Beispiel beim Zeibungskatzhinnungen.
00:04:19: Wir wissen dass das durch das HPV Virus verursacht ist.
00:04:23: also der Hauptrisikofakteur ist die genetische Belastung.
00:04:26: Dennoch der Lebensstil könnte vielleicht ein bisschen Einfluss darauf haben?
00:04:31: Also im Gegensatz zu anderen Krebserkrankungen, wie gesagt ist der Einfluss des Lebensstils moderat.
00:04:38: Wir wissen das es sanfte Einfluchsfaktoren gibt.
00:04:42: so ist es zum Beispiel so dass Frauen die die Pille einnehmen ihr Risiko für Eierstockskrebs reduzieren auf Frauen die z.B.
00:04:49: lange gestillt haben oder mehrere Kinder geboren haben.
00:04:53: auch da weiß man dass dadurch das Eier Stocks Krebsrisiko reduziert ist auch zum Beispiel durch die Eileiter Entfernung oder die Sterilisation.
00:05:02: Auch da weiß man eben eine positive Assoziation mit der verminderten Eierstockscrapsrisiko.
00:05:09: Aber ein klassisches Lifestyle-Katsinnung wie zum Beispiel Rauchen, Alkohol das ist natürlich auch nicht gut für Eierstoxscrapes aber es ist jetzt nicht ein klassisches Katsinnum wo man unmittelbar durch die gezielte Vermeidung eines Faktors ganz klar sagen kann dadurch wird das Risiko deutlich vermindert und mit Ausnahme eben eine genetische Belastung vorliegt.
00:05:28: Genau, Sie hatten das gerade schon erwähnt.
00:05:31: Die genetischen Veränderungen könnten eine große Rolle spielen?
00:05:35: Können sie da noch mal kurz darauf eingehen?
00:05:37: Also ist es eben so dass die BRC-I und II-Mutationen mit einem erhöhten Eierstocks plus Krebsrisiko einhergeht.
00:05:45: Und deshalb ist es wichtig wenn in der Familie so eine Belastung vorliegt neben den, die die Krebserkrankungen haben auch die gesunden letztendlich zu testen.
00:05:56: weil man bei Den gesunden, diese Gene-Genmutationnachweis kann man sogenannte prophylaktische Operationen durchführen oder eben eine intensivierte Früherkennung.
00:06:06: Da es für Eierstockscraps im Gegensatz zum Mammakazinom keine intensive Früherkennung gibt wird im Gegenseits was jetzt das Brustkrebsrisiko anbelangt bezüglich des Eierstocks empfohlen die Eier stöcke prophylakterisch entfernen zu lassen und zwar eben so um den vierzigsten Lebensjahr oder mindestens fünf Jahre früher, wie die früheste Eierstockskrebserkrankung in der Familie aufgetreten ist.
00:06:33: Natürlich ist es so dass es für gesunde Frauen sehr schwierig ist wenn sie zu einem frühen Zeitpunkt ihre Eierstöcke verlieren weil es natürlich Auswirkungen auf die Herzgesundheit und auf die Kognition einen Einfluss hat.
00:06:46: Deshalb ist es auch so, dass man gesunden Frauen, die eine prophylaktische Operation aufgrund einer genetischen Belastung bekommen haben eben auch eine Hormonersatztherapie bis zum fünftigsten Lebensjahr definitiv empfiehlt.
00:07:00: Ein Herr geht damit auch, das man keine Kinder mehr dann bekommen kann?
00:07:03: Genau.
00:07:03: aber in der Regel ist es ja so, wenn jetzt so eine genetische Belastungen vorliegt, der Zeitpunkt der Eierstocksinfernung meistens um das vierzigste Lebensjahre empfohlen wird.
00:07:13: Das kommt immer ein bisschen auf die Konstellation drauf an Und da ist ja in der Regel dann schon die Familienplanung abgeschlossen, so dass das jetzt auch Familienplanungen nicht das ganz große Thema ist.
00:07:24: Sondern eben mehr das Thema wie man die Wechseljahres beschwerten durch die prophylaktische Artnecksektomie adressieren kann.
00:07:31: Es gibt vereinzelt Frauen, die um die forty-einundvierzig sind eine nachgewiesene und nachgewießene Brackermutation hat.
00:07:38: Dann muss man es dann halt individuell Durch die prophylaktische Adnexektomie.
00:07:43: und hier ist es eben so, dass wir den Frauen dringend raten eine Hormonersatztherapie zu machen.
00:07:49: Die Frauen haben natürlich Angst, dass sie dadurch ihr Blusskrebsrisiko erhöhen.
00:07:52: Man weiß aber das eben wenn man bis zum fünftigsten Lebensjahr diese Hormonasatztherapeut durchführt Das Pluskrebsesikus sich nicht erhöht, weil die Frauen ja auch normalerweise ihre physiologischen Hormone hätten.
00:08:05: So dass man da den Frauen auch die Angst nehmen kann vor der prophylaktischen Aptnexektomie.
00:08:10: Aptneksektomie bedeutete die Entfernung der Eierstöcke richtig?
00:08:17: Wie läuft die Diagnose-Stellung bei Verdacht auf ein Ovarialkarzinum konkret ab?
00:08:22: Also wir gehen jetzt vielleicht von dem klassischen Beispiel aus.
00:08:26: Die Patientin hat Bauchwasser, war vielleicht beim Gynäkologen.
00:08:29: der hat Veränderungen am Eierstock gesehen und die Patientin kommt dann zu uns mit einer weiteren Abklärung in die Sprechstunde.
00:08:36: im Rahmen der Vorfelddiagnostik wird in der Regel erstmal ein CT vom Bauchraum und auch vom Lungenraum durchgeführt, neben den klassischen Vaginalen Ultraschall und der gönnikologischen Untersuchung.
00:08:49: Zusätzlich wird noch der Tumormaker bestimmt und dann muss man eben entscheiden ob man aufgrund der erhobenen Befunde schon die Diagnose Eierstockskrebs stellen kann, weil natürlich Veränderungen am Eierstock oder auch Bauchwasser durch andere Krebserkrankungen bedingt sein können.
00:09:07: Und die zweite Frage, die man sich beantworten muss ist es eine Eierstoffskrepserkrankung, die mal primär sehr gut operieren kann?
00:09:15: Das wichtigste Ziel ist ja den Tumor komplett zu entfernen.
00:09:18: Oder ist das eine Patientin, wo man vielleicht erst einmal mit einer sogenannten neo-atiwandem Chemotherapie startet und dann erst operiert?
00:09:27: Wenn man sich sicher ist, dass man es gut operieren kann, dann wird eben in der Regel eine primäre Operation durchgeführt.
00:09:35: Bestehen also im Bauchschnitt und an der Obeialkatzin- und typischen Operationen, die wir gleich ja nochmal diskutieren werden.
00:09:42: Umgekehrt ist man sich nicht sicher ob's wirklich Eierstockscraps ist oder sich nicht sicher, ob man das primär wirklich gut operieren kann.
00:09:50: Dann ist eben die diagnostische Bauchspechelung die Therapie der Wahl, wo man in der Regel im Bauchraum mit einem kleinen Endoskop reinschaut, Gewebeproben entnimmt um die Diagnose Eierstockscraps zu sichern zum Beispiel und somit anderen sich auch wichtige Stellen im Körper anschauen, die entscheiden, Es gibt zum Beispiel Stellen, wenn der Eierstockskrebs auf dem Dümndamm sitzt.
00:10:19: Dann wissen wir eben, dass die Patientin jetzt prima mal nicht von einer Operation profitiert sondern die Chemotherapie entscheidend ist.
00:10:26: Also das heißt anhand der diagnostischen Labroskopie kann man dann nochmal besser abschätzen inwieweit eine primäre Operation sinnvoll ist oder nicht?
00:10:36: Oder zunächst einmal die Chemo Therapie für die Patientinnen der bessere Weg ist.
00:10:41: Das muss man aber nur dann machen, wenn in der Vorfelddiagnostik eben noch keine eindeutige Entscheidung getroffen werden
00:10:50: kann.".
00:10:51: Und welche Bedeutung hat die Behandlung jetzt den ihrem spezialisierten Zentrum dem Universitätsklinikum Düsseldorf?
00:10:59: Wir sind ja ein zertifiziertes Genitalkrebszentrum.
00:11:03: das heißt wir müssen jährlich nachweisen dass wir sowohl die personellen Ressourcen haben, aber eben auch alle Leitlinien, die es zum Eierstockscraps gibt adäquat umsetzen.
00:11:16: Das spricht also dafür, dass wir in den Patienten im Vorfeld richtig diagnostizieren, entsprechenden Leitlinien adäquat operieren, die Patienten in einen Tumor-Bord vorstellen und eben dann auch eine leitlinengerechte postoperative Therapie anbieten.
00:11:35: Sodass die Zertifizierung ein ganz entscheidendes Gütesiegel ist, dass die Patienten optimal für den Eierstockskrebs betreut werden.
00:11:45: Und werden die Patientinnen zu Ihnen überwiesen oder kommen sie direkt zu Ihnen?
00:11:51: Wie ist das?
00:11:52: Das ist ganz unterschiedlich.
00:11:53: Zum einen werden die Patienten über die niedergelassenen Kolleginnen und Kollegen zu uns überwiesen, das können entweder Gynäkologinnen oder Gynädologen sein – manchmal sind es auch Gastroentrologen wenn eben... Bauchbeschwerden im Vordergrund stehen oder Hausärzte und Hausärztinnen, dann gibt es auch ein Netzwerk von Krankenhäusern mit denen wir zusammenarbeiten.
00:12:14: Der eine oder andere weiß vielleicht das Eierstockskrebs nicht mehr in jeder Klinik behandelt werden darf sondern dass es eben nur noch spezialisierte Kliniken gibt die diese Patientinnen betreuen dürfen.
00:12:26: und wir dürfen jetzt in NRW weiterhin dieser Eier Stocks Krebs Patientinnen auch betreun sind also gehören zu den ausgewählten kliniken so dass wir viele Patienten eben über andere Kliniken zugewiesen bekommen haben, die zum Beispiel eine Bauspegelung durchgeführt haben gesehen haben.
00:12:42: Dass es sich hier um Eierstockskrebs handelt und dann die Patienten eben dann zu uns überweisen zur weiteren Therapie weil sie dort vor Ort diese Patient nicht mehr betreuen dürfen.
00:12:52: Dann kommt sicher auch noch ein Teil der Patienten als Notfallpatienten weil sie eben Bauchschmerzen haben oder Bauchwasser und dann über die Notfallambulanz zu uns kommen.
00:13:01: Und auch ein gewisser Teil der Patienten als Zweitmeinungspatienten, die sich noch mal informieren möchten wie die optimale Behandlung beim Eierstockskrebs sich darstellt und welche Optionen wir den Patienten hier anbieten können.
00:13:19: Also die Medikamentösen-Therapien beim Eierstockskrebs sind sehr standardisiert.
00:13:23: Im Gegensatz vielleicht zum Brustkrebs, wo man oft aus einer Viehzahl von Möglichkeiten auswählen muss ist eigentlich die medikamentöse Therapie insbesondere bei Erstdiagnostik beim Eirstockskreps Standardisiert.
00:13:37: Die Patienten kriegen eine Chemotherapie, bestehende aus Karbo-Platin und Paklitaxel sind zwei Substanzen mit der entsprechenden Supportivtherapie werden die auch sehr gut vertragen sofern keine Kontraindikationen bestehen und sozusagen sie ein höhergradiges Stadium haben.
00:13:56: kommt dann noch einen Antikörper hinzu das ist der sogenannte Pivotzitzumab der die Blutbildung oder Blutgefäßbildung inhibiert.
00:14:05: Und dann gibt es eben noch Patientinnen, die zusätzlich einen Papinhibitor bekommen.
00:14:10: Da ist die Voraussetzung, dass sie eine Brackermutation haben oder Veränderungen in den Reparatur gehenen oder in dem Fall wo Sie eben kein Bewarzitzung abbekommen.
00:14:21: also wird's schon sehr kompliziert.
00:14:22: das muss man auch im Tumorboard entsprechend besprechen.
00:14:25: Die Papinhibitoren sind eine medikamentöse Therapieoption die eben die Reparatur Entzüme des Tumors zusätzlich angreifen und damit noch mal einen zusätzlichen Wirkungseffekt haben.
00:14:38: Da es eben unterschiedliche Konstellationen gibt, die eben abhängen ob zum Beispiel eine Brackermutation vorliegt in welchem Stadium die Patientin ist, ob sie Kontraindikationen gegen gewissen Medikamenten hat wird dann im Tumorboard genau diese optimale Therapie besprochen.
00:14:54: aber sie ist eigentlich relativ standardisiert aus welchen Elementen sie besteht
00:15:00: Und welche Nebenwirkungen und Risiken gibt es grundsätzlich?
00:15:04: Die wichtigsten Nebenwirkungen, was ist die Chemotherapie?
00:15:07: Substanzen anbelangt sind natürlich der Haarausfall.
00:15:11: Das muss man dir Patienten darüber informieren.
00:15:14: Da natürlich Blutbildveränderungen in Form von Abfall der weißen und roten Blutkörperchen oder Blutblättchen.
00:15:22: Patienten haben natürlich auch ein erhöhtes Infektionsrisiko durch die Chemotherapy, die Polyneuropathie.
00:15:29: Veränderungen eben, wenn die Patienten so krippeln in den Händen und Füßen.
00:15:33: Zum Beispiel Übelkeit, da brechen wir es heutzutage aufgrund der entsprechenden Supportivmedikamente eigentlich kein Problem mehr.
00:15:41: das haben wir sehr gut im Griff.
00:15:42: dann kann natürlich auch die Mütigkeit eine wichtige Rolle bei der Chemotherapie spielen.
00:15:47: Andere Nebenwirkungen, jetzt zum Beispiel des Antikörpers ist Bluthochdruck oder Eiweißemurin.
00:15:53: Die Papinhibitoren können vor allem auch Blutbildveränderungen machen.
00:15:56: aber in der Regel ist es so dass es dann alles mit den Patienten sehr sorgfältig in der Aufklärungssprichstunde besprochen wird und die Patientinnen auch entsprechenden Leidfahrten an die Hand bekommen man sie sich dann eben im Zentrum melden sollen wenn welche Nebenwirkungen auftreten und welches proaktive Nebenwirkungsmanagement man eben betreiben kann.
00:16:17: Und wie hoch ist das Risiko eines Rückfalls?
00:16:20: Wie wird die Nachsorge gestaltet?
00:16:23: Also, das kann man natürlich nicht so pauschal beantworten weil das Rückfallrisiko ist natürlich stark von dem Stadium in denen die Erkrankung Diagnostiziert wird geprägt.
00:16:35: Wenn jetzt eine Patientin zum Beispiel ein Zufallsbefund eines Eierstockscraps hatte, also ein ganz frühes Stadium dann sind die fünf Jahres über Lebensraten über neunzig Prozent.
00:16:45: Wenn die Patientin eben schon massiv Bauchwasser gehabt hat, eine Bauchfällkazinose, also Peritonealkazinase dann kann durchaus das Rückfahrrisiko schon bei fünfzig bis sechszig Prozent liegen.
00:16:59: Das heißt, dass muss man immer mit der Patientin anhand des Vigustadiums präzisieren.
00:17:05: und die zweite Frage, die sie gestellt haben ist wie die onkologische Nachsorge ausschaut.
00:17:11: Grundsätzlich ist es so, dass ja die Patienten nach der Operation und Chemotherapie zum größten Teil noch eine Erhaltungstherapie bekommen.
00:17:19: Medikamentös solange die Erhaltungstherapie läuft sagen die Leitlinien das eben vierteljährlich.
00:17:25: ein CT also viertelt bis halbjährlich einen CT- und Tumormarker neben der gönäkologischen Untersuchung unter vaginalen Untersuchungen laufen soll.
00:17:35: wenn dann die Erhaltungsterapie abgeschlossen Dann ist es in der Regel so, dass eine rein symptomorientierte Nachsorge erfolgt.
00:17:44: Das heißt die Patientinnen bekommen eine gynecologische Untersuchung einen vaginalen Ultraschall und alle anderen Untersuchungen werden nur dann gemacht wenn spezifische Symptome vorliegen wie wenn die Patienten plötzlich wieder Bauchwasser das Gefühl hat sie hat Bauch Wasser oder Schmerzen.
00:18:01: also CT wird dann nur noch nach Symptomen durchgeführt.
00:18:04: In den ersten drei Jahren ist die Nachsorge vierteljährlich, die ist strukturiert in Deutschland.
00:18:09: Und im Jahr vier und fünf findet sie nur halbjährlich statt und nach fünf Jahren nur noch einmal im Jahr die gynäkologische Untersuchung unter vaginale Ultraschallen.
00:18:20: Welche neuen Therapieansätze oder Entwicklungen könnten die Behandlung in Zukunft verbessern?
00:18:26: Was ein ganz neuer Trend ist bei den gynäkologischen Tumoren generell, aber auch beim Eierstockscraps ist natürlich der Einsatz von Antikörpertrakkonjugaten.
00:18:38: Das sind Antikörper die mit Chemotherapiemolekülen beladen sind und man bezeichnet sie häufig als Chemotherapietaxies weil er sich letztendlich die Chemotherapie direkt an den Ort des Geschehens bringen, weil sie eben über den Antikörper die Tumorzelle erkennen und dann dort die Chemotherapie abladen können.
00:18:59: Mittlerweile ist jetzt auch schon das erste Antikörpertrakonjugat zugelassen.
00:19:05: Das ist gerichtet gegen einen Folatrezeptor Alpha, den man dann auf dem Tumor sein auch bestimmen muss und den man bei fortgeschrittenen Therapierresistenten Eierstockscraps Erkrankungen eben schon routinemäßig einsetzt.
00:19:18: Aber es gibt eben auch sogenannte andere Antikörpertrakkonjugate die derzeit in der klinischen Evaluierung sind und die möglicherweise unser Vorgehen noch weiter verändern können was mittlerweile auch schon als Innovation angekommen Immuncheckpointinhibitoren, die das Immunsystem stimulieren.
00:19:38: Und auch hier ist es so dass wir diese Immun-Checkpointinhibitoren in Kombination mit Chemotherapie bei Patienten, die nicht mehr auf eine platinhaltige Chemotherapie ansprechen in der Rezitivsituation anbieten können.
00:19:52: Sofern eben die Patienten Pedeleins positiv sind.
00:19:55: auch da ist wieder ein Markernotwendig den wir an der Oberfläche bestimmen.
00:19:59: also ähnlich wie bei anderen Krebserkrankungen wo man eben Marker bestimmen muss und basierend auf den Markern dann die Therapien auswählt fängt es jetzt eben auch beim Eierstockskrebs an dass wir Marker an den Tumorzellen bestimmen und dann eben den Patienten zielgerichtete Therapien geben.
00:20:18: Das ist momentan vor allem in der Rezidivsituation, also in der Rückfall-Situation.
00:20:24: Wie sehen Sie denn die Zukunft der Früherkennung von Eierstockkrebs?
00:20:28: Gibt es da schon eine Tendenz?
00:20:31: Wir hatten ja schon thematisiert, dass es jetzt eine klassische Früherkennung beim Eierstöckskrebs nicht gibt.
00:20:38: Aber eine wichtige Maßnahme sind eben die präventiven Maßnahmen, die man tätigen kann.
00:20:44: Es ist zum einen eben diese genetische Belastung in der Familie erkennen solche Frauen dann gesunde Frauen rausfischen und frühzeitig ihnen präuentive Maßnahmen anbieten.
00:20:55: auf der anderen Seite es ist ja mittlerweile so dass wir eine Theorie verfolgen das Eierstock Skreps nicht nur im Eier Stock selber entsteht sondern in den Eileitern und die Tumorzellen dann über die Eileiter auf den Eierstock auftropfen.
00:21:13: Und so ist es eben auch wichtig zu wissen, dass wir in den Balkonekologischen gutartigen Erkrankungen bei abgeschlossener Familienplanung immer den Frauenraten, ihre Eileiter prophylaktisch entfernen zu lassen.
00:21:28: Also wenn sie Prämenopausal sind die Eileitern entfernen und wenn sie Postmenopause heißen die Eierstöcke entfernen.
00:21:38: Und es ist eben wichtig dass man dann nicht erschrickt das jetzt der Arzt sowas empfiehlt sondern da ist es eine wichtige Präventionsmaßnahme darstellt entweder die Entfallung der Eileiter oder in der Postmenopause.
00:21:51: die Entfernung der Eierstöcke, selbst wenn die Eier Stöcke eben nicht verändert erscheinen oder auch die Eileiter nicht verändert erschienen.
00:22:00: So dass wir bei uns das ganz routinemäßig anbieten.
00:22:03: und genauso ist es auch in allen anderen Frauenkliniken, wenn man zum Beispiel miome sich entfernen lässt oder aus gutartigen Gründen die Gebärmutter entfernen lasst dann wird man immer gefragt werden ob man die Eiliter entfernen lassen möchte, weil es eben keine gute Früherkennung gibt.
00:22:30: Also wichtig ist eben wenn in Ihrer Familie vermehrt Brust- und Eierstockskrebs auftritt, dass sie vielleicht auch selber aktiv eben dann den Weg suchen abzuklären.
00:22:40: Ob eine genetische Belastung vorliegt?
00:22:42: Weil man sehr viel machen kann wenn so ein erhöhtes genetisches Risiko vorliegen.
00:22:49: Wichtig ist eben auch wenn etwas komisch vorkommt.
00:22:52: Man hat Bauchschmerzen oder das Gefühl der Bauch wird dicker oder das Stuhlgangsverhalten verändert sich dass man sehr sorgfältig auf Veränderungen achtet und dann eben zu Gynäkologen oder Hausarzt geht, solche Unregelmäßigkeiten abklären zu lassen.
00:23:12: Weil meistens fällt Eierstock-Scraps über Sturggangsunregelmäßigkeiten oder weil der Bauch dicker wird oder weil man vielleicht auch Schmerzen im Bauchraum hat.
00:23:21: so das wenn es nicht vergeht, dann frühzeitig die Weg der Abklärung sucht.
00:23:28: Ansonsten ist mir noch wichtig zu sagen, dass wir mittlerweile den Eierstockskrebs auch sehr gut behandeln können.
00:23:35: Zum einen haben wir natürlich die operative Therapie und jetzt neue innovative medikamentöse Ansätze, sodass wir auch sehen, dass hier zunehmend besser Patienten mit Eier Stocks Krebs behandeln kann.
00:23:47: Frau Professorin Femme wie wird denn der Eier stocks Krebs operativ behandelt?
00:23:53: Das ist eine sehr wichtige Frage weil es in der Regel sich um eine sehr ausgedehnte Operation handelt.
00:24:00: In der Regel müssen eben die Gebärmutter entfernt werden, die Eierstöcke entfernt.
00:24:14: Ob es sich um ein Frühstadium handelt oder einen Späts Stadium handelt, kommen dann auch weitere Operationsschritte hinzu.
00:24:21: Im Frühstadium geht's dann vor allem noch um die Frage ist das Bauchfeld betroffen?
00:24:25: Oder die Lymphknoten?
00:24:26: Sondern hier in dem Fall eben zusätzlich eine Lymphknotenentfernung der Beckenlymphknote und der Lymph Knote entlang der großen Gefäße erfolgt.
00:24:36: Wenn es ein fortgeschrittener Eierstockskrebs ist, wo man schon mit dem Auge erkennt dass das Bauchtum betroffen ist darum wirklich sämtlichen Tumor zu entfernen.
00:24:47: Und es kann dann eben auch bedeuten, dass man bei diesen Frauen dann zum Beispiel eine Darmoperation durchführen muss, Blasen-Operation durchfüllen muss am Zwerchfeld z.B.
00:24:58: das Bauchfall entfernen muss manchmal auch die Milz entfernen.
00:25:02: Sie sehen, das können ganz große Operationen sein.
00:25:06: Die werden dann auch nicht alleine durchführen, sondern zusammen mit unseren chirurgischen Kollegen und urologischen Kollegen.
00:25:14: Das führt uns wieder auf das Thema zurück wie zertifizierte Genitalgrabstunden so wichtig sind, weil wir genau diese Strukturen vorhalten müssen, dass wir für unsere Patienten immer einen Schrögen zur Verfügung haben oder einen Eurologen zur Verfügung, wenn eben entsprechende Operationsschritte notwendig sind.
00:25:35: Frau Professorin Fehmich, danke Ihnen sehr für dieses sehr interessante Gespräch!
00:25:39: Ich bedanke mich auch.
00:25:41: Vielen Dank!
00:25:44: Das war der Fachärztetalk von Primo Medico – die erste Wahl für medizinische Spezialisten.
00:25:51: Danke, dass Sie zugehört haben.
00:25:52: Mehr Informationen rund um das Thema medizinischen Spezialiten
00:25:56: finden sie auf
00:25:57: primomedico.com.
00:25:59: Bis zum nächsten Mal,
00:26:00: wenn es wieder heißt Medizin für die Ohren.
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