Beidseitige, simultane Prothesen-Implantate bei Arthrose an Knie oder Hüfte: Dr. Henning Röhl zu den Vorteilen
Shownotes
Viele Menschen in Deutschland leiden unter fortschreitendem Gelenkverschleiß – insbesondere an Hüfte und Knie. Häufig sind dabei nicht nur ein, sondern gleich beide Gelenke betroffen, was den Alltag erheblich einschränkt und die Lebensqualität deutlich mindert. Traditionell werden solche Fälle oft in zwei getrennten Operationen behandelt. Doch es gibt eine Alternative, die für ausgewählte Patientinnen und Patienten eine große Erleichterung bedeuten kann: die beidseitige, simultane Prothesenimplantation.
In dieser Folge des PRIMO MEDICO Fachärzte-Talks spricht Dr. med. Henning Röhl, Chefarzt und Spezialist für Endoprothetik am Brüderklinikum Julia Lanz – Theresienkrankenhaus – Klinik für Orthopädie und Unfallchirurgie, Standort Diako, über das Verfahren der simultanen Prothesenimplantation. Es geht um die Frage, wie Arthrose entsteht und warum häufig beide Gelenkseiten zur gleichen Zeit betroffen sind. Im Mittelpunkt steht die simultane Versorgung, also der Ersatz beider Hüft- oder Kniegelenke in nur einer Operation sowie deren Vorteile gegenüber zwei zeitlich versetzten Eingriffen.
Dr. Röhl erläutert, für welche Patientinnen und Patienten dieses Vorgehen geeignet ist, welche medizinischen Voraussetzungen erfüllt sein müssen und wie die Vorbereitung sowie der Ablauf der Operation aussehen. Auch mögliche Risiken, Komplikationen und klare Ausschlusskriterien werden thematisiert. Darüber hinaus gibt er Einblicke in die Nachbehandlung und Rehabilitation sowie in die langfristigen Erfolgsaussichten hinsichtlich Mobilität, Schmerzfreiheit und Lebensqualität.
Interview mit Moderatorin Viola Gräfenstein
Transkript anzeigen
00:00:02: Primo-Mediko Fachärztetok, der speziellisten Podcast Medizin für die Ohren.
00:00:09: Mit Viola Gräfenstein.
00:00:11: Rund dreihundertfünfzehntausend Menschen werden jährlich in Deutschland an den Hüften oder Knien operiert und erhalten eine Protese.
00:00:19: Sehr oft sind beide Seiten also Beide Hüfte oder Kniegelenke von einer Arthrose einem Gelenkverschleiß betroffen.
00:00:27: In vielen Fällen lassen sich zwei Operationen vermeiden Und zwar durch eine beidseitige simultane Prothetik, also der Implantation von Gelenkprothesen auf beiden Seiten in nur einem Eingriff.
00:00:39: Ich spreche heute mit dem Orthopäden Dr.
00:00:41: Med.
00:00:42: Henning Rühl über dieses Thema.
00:00:44: Herr Dr.
00:00:44: Rühl ist Chefarzt und Spezialist für Endo-Prothetic am Zentrum für Orthopädie und Unfall um Wiederherstellungschirurgien Mannheim.
00:00:54: Herr Doktor Rühl, schön dass Sie heute bei uns sind!
00:00:56: Vielen Dank.
00:00:57: Schönen guten Tag auf meiner Seite
00:00:58: Herr Dr.
00:00:59: Rühl, wie kommt es zu Hüft- oder Knieproblemen?
00:01:02: Probleme im Bereich unserer großen Gelenker sind Hüfte und Kniegelenkte die im Rahmen der Arthrose entstehen.
00:01:08: Sie sind in so einem ganz großen Teil verschleißbedingte Erkrankungen das heißt Schädigungen am Gelenkknorpel, die über die Jahre zunehmen und in unserer älter werdenden Gesellschaft dann im höheren Alter immer häufiger auftreten.
00:01:22: In Einzelfällen sind es auch Folgen von Unfällen oder Verletzungen von Fehlstellungen typischen Ursachen, die zur Arthrose führen.
00:01:31: Sind dann immer zwei Seiten betroffen?
00:01:33: Also... Arthrose, in dem Fall wenn sie eine klassische verschleißbedingte Erkrankung ist.
00:01:40: Also ne klassische Arthose, ne primäre sogenannte primäre Arthouse ist typischerweise ein systemisches Krankheitsbild und das heißt ja dass sehen wir ganz häufig in unterschiedlichen Ausprägungen auf beiden Seiten gleichzeitig so dass die Menschen häufig zunächst auf einer Seite beschwerden haben und wenn aber die Seite dann versorgt ist oder besser wieder den Menschen zurechtkommen mit der Seite dann sehen wir dass danach auch Probleme mit der Gegenseite auftreten können.
00:02:04: Ja, es ist ein Vielfell und das ist ein beidseitiges Problem.
00:02:07: Und was versteht man genau unter einer beizeitigen simultanen Prothetik?
00:02:13: In welchen Gelenkbereichen kommt sie typischerweise zur Anwendung?
00:02:17: Also die korrekt ausgedrückten Zeit... gleiche oder einzeitige operative Versorgung eines Gelenkes, oder eben auch die simultanen Endoprothetik.
00:02:26: Das schreibt eigentlich den Ersatz zum Beispiel eines künstlichen Kniegelenkens und eines künstlichen Hüftgelenkes mit der Gegenseite in einem einzigen Eingriff.
00:02:36: Also das heißt typischerweise wird eben das Kniegelenk oder das Hüftegelenk mit jeweils benachbarten Seite gleichzeitig beziehungsweise unmittelbar nacheinander in einer Operation versorgt.
00:02:48: Das versteht man landläufig unter der simultan durchgeführten Enderpotätik.
00:02:52: Dabei ist die Unterextremität, also das heißt Hüfte und Knie sicherlich ganz überwiegend des Gelenk um was es geht.
00:02:59: Und was sind die Vorteile dieser simultanen Vorgehensweise gegenüber einer zeitlich versetzten Operation jeweils einer Seite?
00:03:09: Es ist eben doch in sehr, sehr vielen Fällen die Arthrose einer Erkrankung, die zum Beispiel beide Kniegelenke betrifft.
00:03:15: Und in dem Moment wo sie Beschwerden an beiden Kniegelenken haben, ist häufig schon vorhersehbar dass wenn wir ein Kniegelenk operieren das in naher Zukunft auch das zweite Kniegelenk in der Operation bedürfen wird.
00:03:27: Wenn man sich das anguckt ist es sogar so.
00:03:29: da kann man im Grunde genommen reinschauen.
00:03:31: man sieht fast bei der Hälfte der Fälle dass in einem Zeitraum von ein bis zwei Jahren nach einer Gelenkoperation die Gegenseite versorgt wird.
00:03:39: Das heißt, man hat einen relativ großen Anteil der Patienten, die einfach diese beidseitigen Beschwerden haben.
00:03:44: und der ganz überwiegende Vorteil der beizeitigen Operation ist eben dieser gesamte operative und perioperative Verlauf also ich sag mal das Viertel oder halbe Jahr was man maßgeblich beeinträchtigt ist durch eine Operation.
00:03:58: Dieser zeitliche Raum wird natürlich viel kürzer weil er zusammengeschrumpft wird und weil eben nicht zweimal hintereinander eine Operation, eine Rehabilitation oder eine Erholungsphase auf den Patienten zukommen.
00:04:09: Sondern er das in einem Aufwasch sage ich mal ganz lapidar abfrühstücken
00:04:13: kann.".
00:04:14: Und welche Voraussetzungen müssen medizinisch und organisatorischer Füll sein damit eine simultane beidseitige Prothetik durchgeführt werden kann?
00:04:24: Also die medizinischen Voraussetzungen, die erfüllt sein sollen muss man schon ganz eindeutig sagen sind in allererst wie natürlich eine klare Indikation zum Gelenkersatz.
00:04:33: Es ist sicherlich völlig abwegig zu denken, man würde das beidseitig versorgen im Sinne einer prophylaktischen Versorgung oder gleich.
00:04:39: das macht gar keinen Sinn und es auch gar nicht vertretbar von der Risikolage her aber Patienten, die sich schon über längere Zeit trotz konservativer Maßnahmen mit Beschwerden in einem Gelenk plagen beiden Gelenken.
00:04:51: Für die kommt grundsätzlich auch eine simultanen Versorgung beider Gelenke, also zum Beispiel das linken und das rechte Kniegelenk in einer Operation infrage.
00:04:59: Und ansonsten sollten als medizinische Voraussetzung gegeben sein, dass es Patienten sein sollten, die in der Lage sein sollten einen etwas aufwendigeren und vielleicht etwas strapazöseren Rehabilitationsverlauf gut zu meistern.
00:05:13: Das heißt Eine gewisse Grundkonstitution sollte medizinisch gegeben sein und in erster Linie, in meiner Einschätzung nach steht aber im Vordergrund einfach der gezielte Patientenwunsch.
00:05:24: Also das erlebe ich in den Sprechstunden immer wieder dass es einfach Patienten gibt die ganz gezielt wissen sie werden mit diesen beiden Klinien zweimal ausfallen sei es im Rahmen der Berufstätigkeit oder auch im Rahmen des privaten Lebensführungen Und die haben gezielt den Wunsch, das in einer Operation hinter sich zurück.
00:05:41: Ich denke, dass es der vordergründige Faktor, der eigentlich erst mit sein sollte.
00:05:45: Das heißt, das entscheiden Sie in einem persönlichen Gespräch?
00:05:49: Ob das auch der Wunscht ist, der Patienten so vorzugehen?
00:05:52: Ja also der Patientenwunsch steht da in den allermeisten Fällen klar im Fokus.
00:05:58: Im Rahmen der komplexeren prothetischen Versorgung gibt's immer mal Einzelfälle wo auch Einschränkung der G-Fähigkeit eines Patienten so stark ausgeprägt sein kann, dass er zum Beispiel mit einer einseitigen Versorgung gar nicht wieder in die Lage versetzt wird, wieder ans Gen zu kommen.
00:06:14: Da auch dann kann eine beidseitige Versorgungs sinnvoll sein um den Patienten überhaupt erst wieder die Möglichkeit zu geben nach einer Operation auch wirklich rehabilitationsfähig zu sein.
00:06:23: aber in der großen Mehrzahl der Fälle wir sprechen ja hier eigentlich von elektiven Eingriffen die von dem Patienten bezielt aufgesucht werden ist es eindeutig der Patientenwunsch.
00:06:32: Und gibt es auch Ausschlusskriterien für eine simultane beidseitige Prothetik?
00:06:37: Ja, wenn wir von jetzt einer geplanten simultanen Endo-Prothetika sprechen dann wären klassische Ausschlusskriterien eigentlich Patienten die an Allgemeinerkrankungen leiden.
00:06:47: Die das perioperative Risiko tendenziell erhöhen und bei denen man aus diesen Gründen den operativen Eingriff gerne so klein als möglich halten würde.
00:06:55: Also das heißt typischerweise eine eingeschränkte Herzkreislauffunktion, eine eingeschränkte Lungenfunktion Nieren Funktion Blutgerinnung Das sind die Themen also besprechen eigentlich bei der simultanen Endoprothetik routinemäßig in der Regel immer von eher gesünderen und eher leistungsfähigeren Patienten.
00:07:11: Und welche Risiken oder Nachteile sind mit dieser simultanenen Methode verbunden?
00:07:17: Man könnte sich vorstellen, dass die simultanen Endoprotechik mit einer deutlich höheren Komplikationsrate verbunden ist.
00:07:24: Einfach weil man ja zwei Operationen in einer durchführt und es hat sich interessanterweise in den wissenschaftlichen Arbeiten dazu so gar nicht bestätigt sondern ganz im Gegenteil ist eigentlich die beidseitige Operation insgesamt Sogar von einem in vielen Dimensionen fast geringeren Risikoprofil begleitet als die einzeitige Operation.
00:07:45: Wenn man jetzt mal rein rechnerisch zugrunde legt, dass man eben auch zwei Operationen in einer durchführt.
00:07:51: Also das heißt grundsätzlich ist offensichtlich die frühzeitige Wiederherstellung der Gehfähigkeit und eine Mobilität eines Patienten großer prognostisch günstiger Faktor so dass wir sagen kann ja es gibt spezifische Risiken.
00:08:04: Natürlich verlieren sie tendenziell bei zwei Operationen zum Beispiel mehr Blut als bei einer Operation und haben dadurch eine geringeradisch besteigerte Transfersionsbedürftigkeit.
00:08:14: Aber alles über allem ist das Risikoprofil der beidseitigen Versorgung sehr, sehr gering.
00:08:19: Und auch zum Beispiel das Risiko der Blutübertragung oder der Transforsonsbedürftigkeit der Patienten.
00:08:25: also es zwar Statistisch gesehen höher bewegt sich aber insgesamt auf einem Risiko, wo wir mittlerweile im Rahmen der Elektivversorgung ohnehin ein sehr geringes Transfersionsrisiko haben.
00:08:36: Und wie sieht die Vorbereitung für Patienten und Patientinnen für die Operation aus?
00:08:41: Was müssen sie tun?
00:08:43: Es gibt allerhand Überlegungen hinsichtlich sogenannte prähabilitiver Verfahren.
00:08:49: also damit meint man einen so diese Wortallegerie der Rehabilitationsprozess vor eine Operation als prehabilitiver Prozess.
00:08:57: Und der ist nach wie vor noch nicht in der Breite so umgesetzt.
00:09:01: und ehrlicherweise muss man sagen, dass wahrscheinlich der Umgang mit Hilfsmitteln wie zum Beispiel Unterarm-G-Stützen die man nach einer Operation verwenden wird vorübergehend ein gutes Trainingsmerkmal ist.
00:09:13: das versuchen wir auch im Rahmen unserer physiotherapeutischen Schulung den Patienten im Vorfeld damit Sicherheit zu verschaffen.
00:09:19: und nun ist es günstig sich zb auch an seiner privaten Lebensführungen so einzurichten, dass man Phasen in denen man zum Beispiel erschwert aus dem Sitzen aufdehnen kann und einfach Hilfsmittel braucht.
00:09:32: Und er bleibt, dass sich die entsprechend vorbereitet im privaten Umfeld.
00:09:35: aber eine umfangreiche Vorbereitung, die sich jetzt stark unterscheiden sollte von der einseitigen einzeitigen Operation Im Gegensatz zur simultanversorgung gibt es in dem Ausmaß eigentlich nicht.
00:09:47: Können Sie ein bisschen beschreiben wie der Ablauf ist?
00:09:50: Also wie lange dauert zum Beispiel der Eingriff und der Klinikaufenthalt typischerweise?
00:09:56: Ja, wenn wir jetzt zum Beispiel vom Ersatz eines künstlichen Kniegelenkes sprechen.
00:10:00: Dann ist ein typischer operativer Prozess dass man sich beim operierenden Arzt vorstellt, dass dort eine entsprechende Röntgen- und MR-tomographische Diagnostik gefahren wird.
00:10:12: Dass die Diagnose gesichert wird.
00:10:14: Das wird in einer Mese erhoben und daraus am Ende die Indikation gestellt.
00:10:18: Und das findet in der Regel in einer routinemäßigen Planung so... circa sechs, acht, zwölf Wochen vor einer geplanten operativen Eingriffstadt.
00:10:28: Und dann werden Patienten in der Regel an einem Tag einmalig ambulant in die entsprechende versorgende Einrichtung einbestellt und dort werden Voruntersuchungen gemacht gezielte Rentgenaufnahmen.
00:10:40: Da hat man in der Regeln mehrstündigen ambulanten Aufenthalt, indem auch noch mal Labordiagnostik und gegebenenfalls weiterführende Rahmenuntersuchtungen gecheckt werden, ob die erforderlich sind und eingeleitet bzw.
00:10:53: in die Wege geleitet werden.
00:10:54: Die eigentliche operative Versorgung befindet dann im Rahmen der stationären Aufnahme statt.
00:11:00: Das heißt wir sprechen von dem stationären Krankenhausaufenthalt.
00:11:03: Der bewegt sich in einer Größenordnung zwischen vier und acht manchmal zehn Tagen je nachdem.
00:11:09: Und wenn wir jetzt von der simultanen Endoprothetik sprechen und dabei wird der eigentliche Operative Eingriff am ersten Tag des stationären aufenthaltes durchgeführt Wie gerade schon angesprochen ist das ein operative Eingriff, der dann in einer Narcose stattfindet.
00:11:24: Das heißt im Operations-Saal findet dennoch nacheinander zunächst die Versorgung der einen Seite statt und wenn man sieht dass die Versorgen routinemäßig komplikationsfrei und unkompliziert abläuft, dann wird unmittelbar nach der Operation In der gleichen Narcose wechselt das Team dann zur Gegenseite und dann wird das gleiche Team die gegenseite unmittelbar im Anschluss versorgen.
00:11:49: So dass sie zum Beispiel für eine beidseitige Knie, total Endoprothetik in der Regel mit zweimal etwas mehr als einer Stunde Operationszeit rechnen müssen ca.
00:11:59: von zweieinhalb oder drei Stunden nach Hose Dauer und danach sind sie in der Regel aber ausgestattet mit zwei Kniegelenken, die in der Lage sind sofort voll belastbar beübt zu werden so dass ihr idealerweise am gleichen Tag oder am folgetag dann erstmalig wieder Unter Anleitung eines Physiotherapeuten stehen können, gehen können und den restlichen stationären Aufenthalt wesentlichen damit verbringen.
00:12:23: Die Mobilisation in den Alltag umzusetzen, Treppensteigen zu lernen und selbstständig mobil zu sein.
00:12:28: Gelt das auch schon eine Hüftoperation?
00:12:30: oder bezieht sich das jetzt nur auf die Knie?
00:12:33: Dass man dann sofort am nächsten Tag Übung macht?
00:12:35: mit dem Physiotherapäuten sieht es ein bisschen anders aus.
00:12:38: bei der Hüfte
00:12:40: Ja, beim Einsatz eines künstlichen Juftgelenkes sind die Prozesse ganz analog zu bewerten.
00:12:45: Also auch da ist es so wie grundsätzlich heutzutage in der Ende Prothetik das eigentlich die Gelenke nach der Implantation direkt belastbar und beüber sind.
00:12:54: Das heißt sie im Idealfall am gleichen Tag immer wieder direkt ins Gen- bzw.
00:13:00: ans aktive Gen zurückkommen ja.
00:13:02: Und welche Rolle spielt die Rehabilitation nach der simultanen Prothesenimplantation?
00:13:08: unterscheidet sie sich von einer normalen Reha bei einer einseitigen Protetik?
00:13:13: Die Rehabilitation nach dem künstlichen Gelenkesatz spielt insgesamt eine große Rolle, weil es zu einem großen Anteil darum geht die über häufig Jahre allmählich verlorene Bewegungsfähigkeit und Belastbarkeit Allmähliche wiederzuerlangen.
00:13:33: Zeitigen, wenn ich jetzt mal so nenne.
00:13:35: Versorgung im Bereich der künstlichen Gelenke sind eigentlich nicht wirklich gravierend.
00:13:40: also das heißt die rehabilitativen Aufenthalte und die rehabilitierten Programme sind ähnlich.
00:13:45: wir sehen natürlich bei der Versorgungen zum Beispiel von zwei Kniegelenken im Rahmen einer Operation dass Patienten in der frühen Phase mehr Schwierigkeiten haben aus dem Sitzen zum Beispiel wieder aufzustehen brauchen dabei vermehrt Hilfestellung.
00:13:59: das heißt der rehabilitative Prozess ist insgesamt als strappatiöse zu werden.
00:14:04: So würde ich das bezeichnen, aber das grundsätzliche Programm unterscheidet sich eigentlich gar nicht und wir sind in der Lage des einerseits ambulant und andererseits auch stationär durchzuführen und es wird auch von den Patienten genau in dieser Form auch in beiden Organisationsformen besitzt.
00:14:19: Wie sehen Sie die Erfolgschancen für diese Operation?
00:14:23: Wie hoch ist die Heilungsschance?
00:14:25: Die Aussicht auf Erfolg?
00:14:27: eine Operation bei einem künstlichen Gelenkersatz ist heutzutage sehr hoch.
00:14:31: all das heißt Wir rechnen mit allgemeinen Komplikationsquoten, die sich deutlich unter ein Prozent bewegen.
00:14:38: Das heißt wir sind zu einem sehr hohen Anteil in der Lage, die Gehfähigkeit und auch die verlorene Funktionsfähigkeit der Patienten beim Gehen und bei den alltäglichen Belastungen wirklich wiederherzustellen.
00:14:51: Ein zweites Ziel der Operation ist die Schmerzfreiheit.
00:14:54: Bei der Schmerzenfreiheit kursieren schon mit unterschiedlicher Erwartung muss man sagen da wissen wir das auch trotz künstlichem Gelenk Ersatz in einem Teil der Fälle nicht alle Schmerzen behandelt werden können.
00:15:06: Das muss ein Bewusstsein sein, das muss auch in der preoperativen Planung nach der Einschätzung des Arzes und der Kenntnis des Patienten im Einzelfall immer noch mal bewertet werden.
00:15:16: aber alles in allem muss man sagen wir haben es hier mittlerweile extrem routiniert und in sehr hoher Zahl durchgeführten Operationen zu tun die alles in allen sehr sehr hohe Heilungschancen bietet.
00:15:27: Herr Dr.
00:15:27: Rögel damit ist gar nicht erst so einen Verschleiß einer Arthrose kommt.
00:15:31: Was können Patienten tun?
00:15:33: Ich habe vorhin schon mal gesagt, die Arthrose wird nach wie vor betrachtet ein Stückchen weit als verschleißbedingte Erkrankung.
00:15:40: Das heißt man hat tatsächlich relativ wenige Möglichkeiten bei der sogenannten primären Arthose also bei der verschleissbedingten Gelenkerkrankungen therapeutisch einzugreifen, aber prophylaktisch kann man natürlich trotzdem arbeiten.
00:15:57: Also wir wissen dass zum Beispiel für die degenerative Erkrankung am Kniegelenk natürlich das Übergewichten-Reneranterfaktor ist auch Bewegungsmangel und mutmaßlich auch eine Verringerung der Knochendichte.
00:16:10: also das heißt Stoffwechselbedingte Erkrankungen können behandelt werden, Übergewicht kann behandelt wird.
00:16:16: Man kann den Bewegungsmangel entgegenwirken oder auch einer übermäßigen Belastung.
00:16:21: Außerdem sind typische Risikofaktoren für die Ausbildung der Arthrose eben auch als Risikopfakter für eine sekundäre Arthose also die Infolge von anderen Erkankungen auftritt zum Beispiel des vorliegenden chronisch-entzündlichen Erkrankungen das heißt rheumatischen Erkranken oder abgelaufene Sportverletzungen.
00:16:38: Und in dem Zusammenhang haben wir sicherlich auch eine hohe prophylaktische Möglichkeit, indem wir zum Beispiel heutzutage rheumatische Erkrankungen medikamentös frühzeitig gut einstellen können oder indem wir auch beim Sport auf ein angemessenes Maß und einen angemessenen Balance der Belastung achten können und auch darüber Protektion unserer eigenen Gelenke betreiben können.
00:17:00: Also man sollte aber auch auf sein Gewicht achten?
00:17:03: Das Gewicht spielt auch noch alle möglicherweise.
00:17:05: Das Gewicht spielt gerade bei der Knieortrose eine eindeutige Rolle.
00:17:10: Also das heißt, wer unter Knieschmerzen leidet und das Knie vielleicht in einer Frühphase diagnostiziert ist?
00:17:15: Und wir sehen, dass es Knie selber noch geringer radige Verschleißerscheinungen hat.
00:17:20: Der kann sicherlich über eine Reduktion des Körpergewichts ganz positiven Einfluss auf die Schwere der Orthose ausüben – gar keine Frage!
00:17:29: Auf.
00:17:29: Fehlstellungen sind im Bereich der Kniegelenke zum Beispiel eine typische Risikokonstellation, um vorzeitig nahtrose zu entwickeln.
00:17:37: Das heißt wer starke X-Beine hat oder starke O-Beinen hat kann in frühen Jahren durch die Korrektur der Beinfehlstellung zum Erhalt des eigenen gesunden Gelenkes beitragen und das Gelenk dadurch schonen und möglicherweise auch die Notwendigkeit für späteren künstlichen Gelenkersans dadurch drastisch reduzieren.
00:17:56: An diese Korrektur ist die Physiotherapeutisch oder wie läuft ja das operativ?
00:18:02: Ja, das ist immer eine operative Korrektor.
00:18:05: Muss ich klarmachen dass wenn ein Mensch über eine ausgeprägte O- oder X-Beinfehlstellung verfügt dann sind das knöchere Defumitäten und da hat der Knochen einer Form oder eine U-Beinform in aller Regel.
00:18:18: Und das kriegen Sie über physiotherapeutische Übungsbehandlungen tatsächlich gar nicht behandelt, sie können die Beschwerden darüber kompensieren.
00:18:25: Die Fehlstellung können Sie darüber nicht beseitigen – es ist immer eine operative Therapie.
00:18:30: Aber eine Gelenk erhaltene operative Therapie,
00:18:32: d.h.,
00:18:33: dabei muss nicht das natürliche eigene Gelenke gekopfert werden.
00:18:36: Wer sich jetzt dafür interessiert, eine beidseitige, also simultane Prothetikoperation durchschüren zu lassen?
00:18:43: Worauf sollten Diese Patientinnen und Patienten im Vorfeld achten?
00:18:48: also welche Fragen sollten sie unbedingt stellen?
00:18:52: Ich denke, dass es für die Durchführung der beidseitigen Endoprothetik in einem Eingriff vor allen Dingen relevant ist.
00:18:59: Dass man klassischerweise sich an einen Zentrum mit hoher Expertise wendet.
00:19:04: Also wir müssen einfach sagen, wir brauchen eine gewisse Infrastruktur.
00:19:07: Wir brauchen eine klare routinierte Abläufe und natürlich sehen wir auch in den Untersuchungen das typischerweise dieses Verfahren der beidseitigen Endoprothetik eben auch besonders in Zentren mit hoher Routine sicher durchgeführt werden kann.
00:19:22: Wir sehen es auf der operativen Seite.
00:19:24: die Abläufen müssen zuverlässig reproduzierbar, sicher nachvollziehbar für den Patienten zügig ablaufen können.
00:19:33: Weil sonst auch die Operationszeit sich unnötig verlängern kann und dann gehen eigentlich die Vorteile der beidseitigen Versorgung hin darunter verlustig.
00:19:42: Also ich denke maßgeblich ist die Auswahl des operativen Zentrums ein erfahrener Einrichtungen.
00:19:47: Welche Tipps würden Sie Patientinnen und Patienten geben, die sich für eine beid seitige simultane Prothetik interessieren?
00:19:55: Worauf sollten Sie im Vorfeld achten?
00:19:58: Die Simultanversorgung an einem künstlichen Gelenk ist ein klassischer Eingriff, um ihn in einem rotinierten und erfahrenen Zentrum durchführen zu lassen.
00:20:07: Wir profitieren davon wenn die Abläufe zügig und schnell laufen und große Routine und Expertise mit dem Verfahren fahnden sind.
00:20:16: Da sollte man den Fokus darauf legen.
00:20:18: Ich danke Ihnen sehr für das Gespräch Herr Dokperoll.
00:20:21: Herzlichen Dank!
00:20:23: Das war der Fachärztetalk von Primomedico, die erste Wahl für medizinische Spezialisten.
00:20:29: Danke dass Sie zugehört haben!
00:20:31: Mehr Informationen rund um das Thema Medizinische-Spezialisten finden sie auf primomedico.com.
00:20:38: Bis zum nächsten Mal wenn es wieder heißt Medizin Für Die Ohren.
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