Moderne Neurochirurgie bei Trigeminusneuralgie und Hemispasmus facialis: Prof. Nils Ole Schmidt

Shownotes

Trigeminusneuralgie und Hemispasmus facialis sind zwei neurologische Erkrankungen, die durch eine Reizung von Hirnnerven im Gesichtsbereich entstehen und für Betroffene mit erheblichen Schmerzen beziehungsweise unwillkürlichen Muskelzuckungen verbunden sein können.

In dieser Folge vom PRIMO MEDICO Fachärzte-Talk spricht Univ.-Prof. Dr. med. Nils Ole Schmidt, Klinikdirektor der Klinik und Poliklinik für Neurochirurgie am Universitätsklinikum Regensburg, über Ursachen, Symptome und moderne Behandlungsmöglichkeiten dieser Krankheitsbilder. Häufig liegt beiden Erkrankungen ein Gefäß-Nerv-Kontakt zugrunde, bei dem ein Blutgefäß auf den jeweiligen Nerv drückt und ihn reizt. Neben der medikamentösen Therapie, die insbesondere bei der Trigeminusneuralgie zunächst im Vordergrund steht, spielen mikrochirurgische Verfahren wie die mikrovaskuläre Dekompression eine zentrale Rolle, wenn konservative Maßnahmen nicht ausreichen. Prof. Dr. Nils-Ole Schmidt erläutert zudem die diagnostischen Schritte, Erfolgsaussichten und möglichen Risiken der Behandlung und gibt einen Ausblick auf zukünftige Entwicklungen in der spezialisierten Neurochirurgie.

Interview mit Moderatorin Viola Gräfenstein

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00:00:02: Primo-Medikofahrärzte Talk, der speziellisten Podcast Medizin für die Ohren.

00:00:09: Mit Viola Gräfenstein.

00:00:12: Heute sprechen wir über zwei Krankheitsbilder, die mit starken Gesichtschmerzen und unwillkürlichen Muskelzukungen einhergehen können Die Trigeminusneuralgie Und den Spasmus hemifazialis.

00:00:25: Unser Gast ist der Universitätsprofessor Doktor mit Nils Ole Schmidt.

00:00:29: Er ist Kliniktirektor Polyklinik für Neurochirurgie am Universitätsklinikum Regensburg.

00:00:37: Er gilt als Experte für die Behandlung von Gesichtsschmerzsyndromen.

00:00:42: Hallo, Herr Prof.

00:00:42: Schmidt!

00:00:43: Hallo Frau Griefenstein!

00:00:45: Herr Professor Schmidt, können Sie uns kurz erklären was genau sich hinter dem Krankheitsbild einer Trigeminusneuralgie verbirgt?

00:00:52: Ja das ist eine sehr schmerzhafte Erkrankung, die mit einschießenden Schmerzen im Gesicht an hier geht.

00:00:59: Die sind häufig Einseitig in ganz spezifischen Arealen, die dem Verlauf oder den Versorgungsgebiet des Nervus trigiminus folgen.

00:01:08: Da gibt es drei Äste und diese Schmerzen sind wirklich sehr schmerzhafter.

00:01:12: also die Patienten leiden sehr darunter.

00:01:14: sie sind einschießend meistens nur mehrere Sekunden lang können aber auch sich häufiger am Tag wiederholen.

00:01:20: Und das Gemeinheit ist die treten einfach auf und gerade dann wenn Sie können halt ausgelöst werden durch reden Durch Zähne putzen.

00:01:28: Ich hab auch mal eine Patientin gehabt, da hat der Windhauch oder wenn irgendwie stärkere Wind war schon ausgereicht, so eine Schmerzattacke auszulösen.

00:01:36: Das ist im Prinzip das was man unter Trigiminusneuralgie versteht.

00:01:40: Und wer ist davon betroffen?

00:01:42: Also die Lebenszeitprävalenz in der Literatur wird angegeben oder geschätzt von zero Komma ein sechs Prozent bis null Komma drei Prozent.

00:01:49: Das is natürlich eine Zahl mit der man nicht richtig viel anfangen kann.

00:01:52: aber im Prinzip sind wir an der Lebenszeit von tausend Personen eine bis drei Mal betroffen von so einer Erkrankung.

00:01:59: Die Frauen sind häufiger betroffen, zwei zu eins.

00:02:03: Der Altersschnitt wird bei fünfzig Jahren angegeben aber das kann eigentlich zwischen dreißig und sechzig-und achtzig kann das auftreten.

00:02:10: Aber der altershöhe Punkt ist sicherlich zwischen zwischen vierzig und sechszig zu sehen.

00:02:14: Und was sind die häufigsten Ursachen für eine Trigeminusneuralgie?

00:02:18: Bei der klassischen Trigminusneualgie besteht ein gefiessnerven Kontakt, so nennt man das Und dieser Gefäß-Nervenkontakt findet statt in einem bestimmten Raum.

00:02:29: Der Gefäßen-Nervenkontakt, der findet statt wenn der Nerv aus dem Hirnstamm hinaus tritt bevor er dann im Schädel verschwindet und sich aufzweigt und für das Gesicht zuständig ist.

00:02:41: Und diesen kleinen Raum, der wassergefüllt ist also nicht wasser gefüllt aber nervenwasser gefüllt dort verlaufen halt auch die Blutgefäße, die das Gehirn versorgen und auch die Nervenversorgung.

00:02:51: Und wenn eine dieser Blutfäße ... Das sind in der Regel Arterien also Schlagadern, die mit dem Puls sozusagen aufwebrieren dann auf diesen Nerven immer wieder einwirken Dann kommt es oder kann es zu so einer Trigeminusneuralgie kommen?

00:03:07: Das ist sozusagen die klassische Trigminusneualgie Sekundären Trigeminusneuroagin, das sind solche Trigminusneiroaginen die halt durch wirklich durch Tumoren oder Entzündungen im Hirn stammen wie sie beispielsweise bei der MS vorkommen auftreten.

00:03:21: Das ist auch gar nicht so selten.

00:03:23: also wenn ein Tumor in diesem Areal sehr groß wird und den Nervous Trigiminus berührt oder vielleicht auch wegschiebt oder den wirklich einmauert dann kann es halt auch zu solchen Triguminusneoroaginen kommen.

00:03:34: Das muss man dann auch ausschließen in der Diagnostik.

00:03:36: Die äußert sich dann Dieser Schmerz, wie erlebt jemand diese Attacke?

00:03:41: Ja der Patient erlebt einschießende durch Trigger auslösbare Schmerzen im Versorgungsgebiet des Nervus trigeminus.

00:03:49: Je nachdem welcher Nervenanteil betroffen ist das sind beispielsweise einschießende Schmerze in den Ober- oder Unterkiefer, dass es so das häufigste ist können auch einschiesende Scherzen so im Augenbereich sein meistens einseitig.

00:04:02: Welche Trigger gibt es denn dafür?

00:04:04: Das können einfach Berührung im Gesicht sein.

00:04:07: Klassisch ist, Zähneputzen lauter sprechen.

00:04:10: Das sind so die ganz klassischen.

00:04:12: Eine Behandlung

00:04:12: beim Zahnarzt oder sowas kann das jetzt aber nicht sein?

00:04:15: Ja eine Behandlungen bei dem Zahnarz kann natürlich mal dazu führen dass ein oder eine Zahnentzündung kann mal da zuführen, dass einer der Ästhetisten ja was Trigeminus gereizt ist.

00:04:24: Das ist aber keine Trigminusneuralgie sondern dann eine Trigiminusneuropathie und die äußert sich eher mit so dauerhaften Schmerzen Während die Trigeminusneuralgie, und das ist auch diagnostisch eigentlich wegweisend.

00:04:36: Das sind diese einschießenden Schmerzen.

00:04:37: Man muss aber sagen einige Patienten können einen Art Dauerschmerz im Hintergrund in dem entsprechenden Bereich haben.

00:04:43: Und erfahrungsgemäße so, wenn man diese Trigminusneurigen wirklich sehr lange teilweise Jahrzehnte dann andauern, kann sich das auch an ein Dauerschmerz mal verstetigen.

00:04:53: Aber klassisch, wenn das das erste Mal auftritt, sind es einfach diese einschiessenden Scherzen.

00:04:57: Und wie diagnostizieren Sie das?

00:04:59: Das ist tatsächlich über die Anamnese, was die Patienten beschreiben.

00:05:02: Das ist so das Wesentliche.

00:05:04: und der nächste Schritt ist dann natürlich dass man die Sikundian Trigeminusneuralginen also solche Trigminusneualginen ausschließen muss, die durch Tumoren Durch eine MS, beispielsweise durch eine Entzündung im Bereich des Hirnstamps.

00:05:16: Dass man das einmal ausschließt und das macht in Form einer MRT-Untersuchung?

00:05:20: Bei der MRT Untersuchung kann man dann auch mit entsprechenden Dünnschichtsequenzen ... Also da wird das Gehirn ganz fein geschichtet so dass man die Blutgefäße sehen kann Und dann kann man häufig schon sehen ob ein Blutgefäß tatsächlich mit dem Nervus Trigeminus im Kontakt tritt Was aber nicht zwingenderweise heißt, dass das schon die Ursache ist.

00:05:39: Ja, denn in dem Areal das ist ja sehr klein.

00:05:42: Das ist alles wenige Millimeter groß und da sind die Blutgefäße müssen auch sein.

00:05:47: aber das muss man einmal ausschließen.

00:05:49: Aber das Wesentliche um eine Trigemusneurologie zu diagnostizieren ist eigentlich die Anamese.

00:05:55: Und wie sieht die Behandlung dann aus?

00:05:57: Der erste Schritt ist immer dass man die Diagnostik macht, also dass das die Anamnese passt.

00:06:03: Dass es auch wirklich eine Triehgebnisneurologie ist und nicht eine Neuropathie oder ... Es gibt ja noch andere Formen des Gesichtsschmerzes, dass man vielleicht durch ein Trauma oder eine Zahnarztbehandlung oder Zahnenentzündung hatte, dass das ausgeschlossen ist, dass mal eine MRT-Untersuchung macht.

00:06:20: Der erste Schritt ist dann, dass Mann eine Medikametösetherapie macht.

00:06:23: Und das zugelassene Medikament, das wird seit Jahrzehnten verwendet, Das macht man in der Regel mit einem Neurologen zusammen, dass man diese Medikamente einschleicht und damit kann man oftmals eine gute Kontrolle der Schmerz- und Thematik erreichen.

00:06:38: Es gibt auch noch andere Medikamente.

00:06:40: wenn das Kabermarzipin nicht ausreicht oder es nicht vertragen wird dann gibt es noch weitere Medikamentetöseoptionen.

00:06:49: Und wenn das alles nicht funktioniert oder wenn das nicht zu einer ausreichenden Kontrolle führt Dann gibt es die operativen Methoden.

00:06:56: Da gibt es auch verschiedene.

00:06:57: Und die klassische und eigentlich auch eine Methode, die wir seit vielen, vielen Jahrzehnten anwenden ist halt diesen Gefäß-Nervenkontakt zu unterbrechen.

00:07:07: In

00:07:08: Ihrem Handlungskonzepte gibt das auch die mikrovaskuläre Dekompression für die Trigeminusneuralgie – was bedeutet das genau?

00:07:17: Bei der Operation geht man genau an diesen gefäßten Nervenkontakt.

00:07:22: In diesem speziellen Bereich, wo der Nerv gerade aus dem Hirnstamm kommt und wir haben im Prinzip eine Art Schlüsselloch-Chirurgie hinter dem Ohr wird ein kleiner Hautschnitt gemacht.

00:07:32: Man muss dann natürlich durch den Schädel durch.

00:07:33: das ist ein sehr kleiner Zugang und man nutzt dann diesen natürlichen Raum Indem das Nervenwasser ist, um genau zu diesem Punkt zu kommen.

00:07:45: Wo dieser Gefährnis-Nervenkontakt ist.

00:07:46: Das ist mir mikrochirurgisch meistens auch endoskopisch assistiert.

00:07:50: Also sehr klein und fein.

00:07:52: Ist eine schöne Operation weil es ja eine ganz normale Anatomie hat.

00:07:56: Man hat da kein Tumor der jetzt irgendwas wieder zerstört hat.

00:08:01: Wenn ich das mal salopp sagen darf wie der liebe Gott den Menschen sich vorgestellt hat dann geht man halt in diese Anatomien ein.

00:08:06: Zerstört auch gar nichts sondern nutzt die natürlichen Wege aus sich diesen Gefäß-Nervenkontakt an.

00:08:12: Und das Einzige, was man dann macht mit ganz feinen Mikroinstrumenten ist diesem Gefäsnerven Kontakt zu lösen.

00:08:17: und was man denn macht es man legt ein kleines Schwämmchen dazwischen so dass einfach einen Abstand halt zwischen dem Gefäße und dem Nerven ist.

00:08:24: Und das war es eigentlich schon.

00:08:26: Ja, da gibt es auch Videos im Internet.

00:08:28: Das ist eine sehr schöne und feine Operation.

00:08:31: Manchmal sieht man auch tatsächlich wieder Navus trigeminos wenn wir dann das Gefäß wegnimmt wie der richtig verkleinert ist an der Stelle und auch richtig gräulich verfärbt Da kann man dann richtig tatsächlich auch bildlich sehen wo der Schmerz herkommt.

00:08:43: Wir sind

00:08:43: die Erfolgsaussichten bei dieser Operation?

00:08:46: Das

00:08:46: ist ja eine Operation die wirklich seit Jahrzehnten durchgeführt wird und die aus oder die.

00:08:51: die Erfolgsaussichten sind sehr gut Je nach Studie bei achtzig bis über neunzig Prozent der Patienten profitieren dauerhaft davon.

00:08:59: Es gibt natürlich einige wenige Patienten, wo das nicht der Fall ist.

00:09:02: dafür gibt es dann Alternativen.

00:09:04: aber die Erfolgsaussichten sind sehr gut und wenn es gut funktioniert hat sind die Patienten in der Regel nach der Operation völlig schmerzfrei.

00:09:11: Und glücklich!

00:09:12: Und glücklich je nachdem wie lange sie diese Trigeminus-Neurage wirklich haben aushalten müssen.

00:09:17: also die Erfahrung zeigt viele Patienten kommen halt erst nach vielen Jahren dazu diese Operation durchführen zu lassen.

00:09:25: Manchmal ist es auch tatsächlich so, dass man sich wünschen würde, dass sie etwas früher kommen.

00:09:29: Ich hatte mal eine Patientin, die ist erst nach thirty-five Jahren gekommen.

00:09:33: Die hat sich wirklich lange gequält und auch da funktioniert das noch an der Operation.

00:09:38: Das war ein sehr schöner Erfolg, zu sehen, dass die Operation einen unmittelbaren Nutzen dann gleich hat.

00:09:47: Sie

00:09:48: setzen ja eine Art Schwämmchen ein.

00:09:50: Gibt es denn bei dieser Operation irgendwelche Risiken oder Nebensirkungen?

00:09:54: Also grundsätzlich sind die Risiken sehr gering, aber ist das halt eine Lokalisation an der auch viele andere Hirnnerven sind – da ist auch der Hirnstamm und ... Die anderen Hörnerven, das ist der Gesichtsnervbeischüßer, der für die Muskulatur zuständig ist.

00:10:08: Das der Hörnärf können natürlich geschiedigt werden.

00:10:11: Das passiert aber extrem selten.

00:10:13: So dass es grundsätzlich in erfahrenen Händen eine sehr sichere Operation ist.

00:10:19: Was muss denn ein Patient oder eine Patientin machen nachdem sie operiert worden ist?

00:10:24: Gibt es da irgendetwas eine bestimmte Nachsorge oder worauf sollte sie achten?

00:10:29: Also in der Regel sind die Patienten ... Ein, zwei Tagen schon wieder fit und können auch nach fünf bis sechs Tagen die Klinik verlassen.

00:10:36: Manchmal sogar früher.

00:10:38: Man soll sich dann natürlich zwei bis drei Wochen schonen damit die Wunde gut verheilt.

00:10:43: darüber hinaus ist aber eigentlich nichts weiter zu beachten.

00:10:46: Es ist so dass die Medikamente sollten nicht gleich abgesetzt werden.

00:10:52: Die Operation sollte man erst dann durchführen wenn die medikamente nicht mehr geholfen haben oder nicht mehr ausreichend sind oder die Nebenwirkungen so stark waren.

00:11:00: Nach ein, zwei Wochen in Absprache mit dem behandelnden Arzt dann langsam ausschleichen.

00:11:06: Wenn man schmerzfrei ist, ist man geheilt und braucht keine Nachsorge.

00:11:09: Kann man überhaupt einer Trigeminusneuralgie vorbeugen?

00:11:13: Sodass man das gar nicht erst bekommt?

00:11:15: Die Frage kann man eigentlich mit einem klaren Nein beantworten.

00:11:19: Es gibt keine Vorbeugung.

00:11:20: Natürlich kann man sagen eine gesunde Lebensweise ist immer gut es kann jeden treffen.

00:11:25: da kann man nichts richtiger oder falscher machen.

00:11:28: Es gibt Trigeminusneueralginen, die im Rahmen von anderen Erkrankungen auftreten.

00:11:32: Wie beispielsweise der MS und da ist es natürlich einfach sinnvoll, dass die Grunderkrankung gut behandelt und unter Kontrolle gehalten wird.

00:11:40: Aber darüber hinaus gibt es keine spezifischen Maßnahmen.

00:11:42: Es gibt keine Ernährung oder keine Kräuter, die man jetzt irgendwie nehmen könnte um das zu irgendeine Vorbeugung oder auch Behandlung zu machen.

00:11:51: Neben der Trigiminusneueralgie behandeln Sie auch denn?

00:11:56: Was genau passiert denn bei dieser Erkrankung im Gesichtsnerv?

00:12:00: Das sind ja unwirklich schmerzhafte Spassmannen im Bereich der Gesichtsmuskulatur.

00:12:05: Wir sind immer einseitig, können verschiedene Ausprägungen haben, sind schmerzaft und kosmetisch störend.

00:12:12: Viele Patienten leiden da sehr drunter.

00:12:14: Es kann unterschiedliche Ausprügungen haben oder das Auge zuckt ... unwillkürlich der Mundwinkel kann zucken, die ganze Gesichtshälfte kann sich in einzelnen Fällen auch einfach zusammenzucken.

00:12:23: Das ist dann ... das ist mimisch schwierig und sehr auffällig.

00:12:29: Ja?

00:12:29: Das bemerkt jeder!

00:12:30: Beim Spasmospatialis ist es so dass genauso wieder bei der Trigeminusneurologie hier ein Gefäß Nervenkontakt vorliegen kann nur nicht am Trigminusnerv sondern am Facialis Und der licht nicht weit weg vom Trigiminus.

00:12:44: Und auch da ist es so, dass eine Gefäßschlinge, die der auch normalerweise vorkommt.

00:12:49: Aber wenn sie halt Kontakt hat gerade da wo der Nerv aus dem Hirnstamm hinaus tritt dann kann so ein Spasmus hemifazialis auftreten.

00:12:56: und das Problem ist, wenn man diesen ... Das nicht behandelt?

00:12:59: Dann bleibt das halt einfach!

00:13:04: Also wenn der diagnostisch nachgewiesen ist und man nachgewießen hat, dass nicht irgendwelche Tumoren das auslösen, Wie bei der Trigeminusneurogy erst mal an den Medikamentöse-Therapie.

00:13:14: Die erste Wahl, auch hier kann man das Kabermarzipin nehmen und man kann auch das Baklophänen oder das Gabapentin nehmen.

00:13:21: Die Erfolgsaussicht ist da aber nicht so groß wie beim Breder Trigminusneirogy.

00:13:26: Was häufig angewendet wird, ist die Injektion von Botulinumtoxin in die Gesichtsmuskulatur einfach um die Lahm zu legen, sodass dieses Zucken nicht auftritt.

00:13:35: Und Sie sagen was das für

00:13:38: ein Toxin isst?

00:13:39: Das wird da initiiert.

00:13:41: Das hält natürlich nur drei, vier Monate maximal und die Wirkung nimmt halt auch ab.

00:13:45: Wenn all diese Maßnahmen zu keinem Erfolg führen oder zu kein einem befriedigen Erfolg und man eine MRT-Untersuchung gemacht hat ... Und hier ist es, glaube ich, auch entscheidend, dass man wirklich einen Gefäßnervenkontakt im MRT sieht, also das das irgendwie plausibel ist.

00:14:00: Dass es bei der Trigmenusneuragie selbst wenn man da keinen eindeutigen Gefäßenervenkonto sieht würde ich trotzdem operieren.

00:14:07: Man ist doch mal überrascht, was man alles dann wirklich während der Operation noch sieht.

00:14:11: Was man im MRT einfach noch nicht sieht.

00:14:13: Beim Gesichtsnerfen oder bei der Spassmuschemifersialis, da sollte man schon im MRTM begründeten Verdacht haben, dass da wirklich ein Kontakt- oder eine Kompression am Austrittspunkt des Nervensohnhirn stammt und dann kann man diese Operation durchführen.

00:14:29: Und sie läuft genauso ab wie bei der mikrovaskulären Decompression beim Nervus Trigeminus.

00:14:35: Das muss aber auch sagen, dass die Erfolgschancen sehr hoch sind.

00:14:39: Die Mehrheit profitiert, aber hat nicht die gleichen Erfolgsschancen wie bei der Trigeminus-Neurologie.

00:14:46: Wie sehen Sie denn die Zukunft der Therapiekonzepte für diese beiden Bereiche?

00:14:52: Also grundsätzlich muss man sagen, in einer glücklichen Situation sind wir hier gute Therapiekonzepte haben.

00:14:59: Wir haben die Medikamentösetherapie und die Operationen.

00:15:02: Das sind alles seit Jahrzehnten bewährte ... Methoden, die auch der Mehrheit der Patienten gute Ergebnisse liefern und die Mehrheit von Patienten werden ja geheilt.

00:15:12: Herr Professor Schmidt gibt es neben der Medikamentösentherapie und der operativen Behandlung noch eine andere?

00:15:19: Ja das gibt noch mehrere Therapien.

00:15:22: Auch sehr klassisch auf seit vielen Jahrzehnten angewendet ist bei der Trigemisneurologie Thermomodulation oder Injektion von Alkohol im Bereich des Ganglion-Gasserie.

00:15:33: und das Ganglione Gasserie ist eine Schaltstation des Nerves Trigminus auf dem Weg zum Gesicht.

00:15:38: Und im Gegensatz zur mikrovascularen Dekompression, wo wir ja nichts zerstören sondern nur ein gefießt Nervenkontakt lösen sind das Verfahren die destruieren sind also die machen etwas kaputt aber gezielt kaputt so dass sich Schmerzfasern gestört werden hat auch sehr Gute Erfolge, nicht ganz so gute Erfolgen wie die Mikrovaskuläre-Dekompression.

00:16:00: Wir wissen

00:16:00: z.B.,

00:16:01: dass es auch gut belegt ... Dass die Trigeminusnovagie bei den MS-Patienten.

00:16:07: da sollte man keine Mikrovasskuläre Dekompession machen sondern eher eine Thermokorrelation des Gangdong-Gasseri.

00:16:14: Da gibt es verschiedene Varianten, wie man dann diese Fasern zerstört über Strom oder Alkohol.

00:16:20: aber das führt jetzt ein bisschen zu weit.

00:16:21: und das sind auch Methoden die man anwenden kann, wenn beispielsweise in den selten Fällen die mikrovasculare Dekompassion und auch dann die medikamentöse Therapie einfach nicht funktioniert.

00:16:32: Oder wenn Patienten einfach so krank sind, dass sie nicht operiert werden können, dann kann man diese Verfahren anwinden.

00:16:39: In den letzten Jahren hat man auch begonnen, strahltherapeutische Verfahren zu etablieren.

00:16:44: Das heißt der Nervus trigeminus wird im Verlauf wo er gerade aus dem Hirnstamm heraustritt bestrahlt?

00:16:50: Auch das ist ein zerstörendes Verfahren!

00:16:53: auch mit Erfolgen.

00:16:55: Das ist also eine weitere Alternative zur Operation, aber auch hier das ist auch wieder ein destruierendes Verfahren.

00:17:01: es wird noch nicht so lange angewendet, aber es ist eine Möglichkeit für die Patienten, die für die klassischen Therapie Verfahren nicht in Frage kommen oder nicht ausreichend profitieren.

00:17:11: Welche Entwicklungen oder neuen Therapiekonzepte sehen Sie denn in der Zukunft für Patientinnen und Patienten?

00:17:17: Mit Trigeminusneuralgie?

00:17:21: Grundsätzlich muss man sagen, dass wir in einer glücklichen Situation sind.

00:17:24: Dass wir Therapiekonzepte haben die auch funktionieren und sich über Jahrzehnte bewährt haben das ist schon mal gut für alle Erkrankungen der Fall.

00:17:32: aber es gibt natürlich einige Patienten die nicht ausreichenderweise profitieren neue Methoden geben, die man halt entwickeln muss.

00:17:41: Das gibt erste Therapieverfahren, die nennt sich Neuromodulation wo man im Verlauf des Nervus Trigeminus dann gezielt über elektrische Impulse versucht diese Schmerzen zu unterdrücken.

00:17:53: das sind aber alles noch sehr neue und ja noch nicht in Studien kontrollierte Verfahren und kommen auch.

00:17:59: sicherlich sind die noch nicht sinnvoll für das Groh der Patienten.

00:18:03: Das gibt diagnostische Verfahren, die man verfeinert um zu sehen ob ein Patient von so einer Operation profitieren kann.

00:18:10: Das nennt sich zum Beispiel DTE, da kann man die Faserbahn des Nervus Trigemnus sehen und auch schauen.

00:18:17: Sind die jetzt irgendwie verändert?

00:18:18: Das sind kleine Stellschrauben an denen man arbeitet aber grundsätzlich muss ich einfach sagen wir haben gute Therapien.

00:18:24: Herr Professor Schmidt, ich danke Ihnen sehr für dieses Gespräch.

00:18:28: Herzlich gerne!

00:18:30: Das war der Fachärztetalk von Primomedico, die erste Wahl für medizinische Spezialisten.

00:18:36: Danke dass Sie zugehört haben!

00:18:38: Mehr Informationen rund um das Thema Medizinische-Spezialisten finden sie auf primomedico.com.

00:18:45: Bis zum nächsten Mal wenn es wieder heißt Medizin Für Die Ohren.

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